Gesprächskreis Ilex e. V.

 

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NABU: Aufgabe unserer Zeit - Lebensräume erhalten - Lebensräume schaffen. 27.02.2012

Bericht von Gisela Lehnert

Referent Holger Möckelmann, Leiter von NABU Kisdorfer Wohld referierte über das Thema:
Bewahrung von Natur und Schöpfung - Aufgabe unserer Zeit - Lebensräume erhalten - Lebensräume schaffen

Nach der Begrüßung durch unsere 1. Vorsitzende Frau Heit und den üblichen Regularien wurde dem Referenten das Wort erteilt. Herr Möckelmann ist für den Bereich Kisdorf/Kaltenkirchen zuständig. Anhand einer Power-Point-Präsentation wurden uns die wichtigsten Aufgaben des NABU näher erläutert.

Viele Projekte werden vom NABU argwöhnisch beobachtet. In dieser Jahreszeit stehen die Baum- und Knickbeschneidungen auf dem Arbeitsplan der Forst- und Landschaftsgärtner. Teilweise sind die Schnitte so stark, daß die Gefahr besteht, dass der Baum oder Busch sich nicht erholt und letztendlich eingeht. In Kaltenkirchen wurde eine viel zu großflächige überwiegend unnötige Baumfällung vorgenommen. Dadurch wurden die Rückzugsgebiete für die Vogel- und Kleintierwelt zerstört.

In den Gärten sollte auch für Wildkräuter und Blumen gesorgt werden, damit die Insekten- und sonstigen Kleinlebewesen genügend Futter finden. Auch ist es sinnvoll, im Herbst das Laub in den Gärten nach Möglichkeit liegen zu lassen, damit die Tiere in den Wintermonaten ausreichend Unterschlupf finden. Aufgrund einer Initiative vom NABU wird im Raum Henstedt-Ulzburg viel für den Erhalt des Fledermausbestandes getan.

     

Der Referent ging dann noch auf das äußerst aktuelle Thema Biogas ein. Hierzu hat der NABU-Landesvorsitzende Hermann Schultz ein Editorial mit folgender Überschrift verfasst.

DAS MÄRCHEN VOM KLIMAFREUNDLICHEN BIOGAS

Und hier einige Auszüge daraus:
Es hört sich irgendwie gut an, dieser Begriff Biogas. Doch der Name täuscht gewaltig. Die Produktion dieses Agrogases, heute überwiegend aus Mais hergestellt, ist mit vielen negativen Aspekten verbunden und hat mit Methoden des biologischen Landbaus, wie der Name vermuten lässt, nun überhaupt nichts zu tun.
Die Produktion von Mais zur Erzeugung von Agrogas geschieht nach den Grundsätzen intensiver Landbewirtschaftung mit einem hohen Dünger-, Pestizid- und Energieeinsatz. Und das hat nicht nur erhebliche Auswirkungen auf die Natur. Darunter leiden besonders die Vögel, die ihren normalen Lebensraum schon verloren haben und vom Aussterben bedroht oder bereits schon ausgestorben sind.

Der gesamte interessante Artikel kann in einer besonderen Rubrik nachgelesen werden.

Nach den Ausführungen schloss sich wie üblich eine lebhafte Diskussion an. Alle gestellten Fragen wurden von dem Referenten bestens beantwortet. Aus seinen Äußerungen ging auch hervor, dass er mit seiner Aufgabe voll engagiert ist. Damit ging ein aufschlussreicher Abend zu Ende.

Zum Schluß noch einige Worte:
Wir brauchen die Natur, sie uns nicht unbedingt - sie ist aber erhaltens- und schützenswert. Die nachfolgenden Generationen wollen und sollen auch noch über genügend Lebensraum verfügen können.

Zum Schluss bedankte sich unsere 1. Vorsitzende Frau Heit bei Herrn Möckelmann für sein Kommen und wünschte einen guten Heimweg.

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