Gesprächskreis Ilex e. V.

 

Gesprächskreis Ilex e. V.

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Tagesfahrt nach Hamburg zum Fischmarkt

Bericht über eine Ausflugsfahrt zum Hamburger Fischmarkt am 13.02.2011 von Gisela Lehnert

Vielfach tauchte die Frage auf - wer fährt denn schon in dieser Jahreszeit zum Hamburger Fischmarkt? Na ja, der Gesprächskreis Ilex e.V. wagte es. Immerhin hatten sich 20 Personen für diese Fahrt angemeldet. Trotz widriger Witterungsverhältnisse mit Schneefall und teilweiser Straßenglätte trafen sich alle Mitfahrer pünktlich um 6:00 Uhr (und das am Sonntag) am Parkplatz an der Holsten Therme.

Auf der A 7 war um diese Uhrzeit nicht all zuviel los. Außerdem war die Autobahn so gut wie schneefrei, sodass unsere Fahrer André Petereit flott voran kam. Auch ab Stellingen auf der Kieler Straße ging es zügig weiter. Bereits um 7:45 Uhr erreichten wir das erste Ziel des Tages - den Hamburger Fischmarkt. Wir haben uns nur gewundert, wie viele Menschen sich in dieser Jahreszeit und bei dem Wetter hier tummelten. Bis zum allgemeinen Treffpunkt um 9:00 Uhr vor der Fischauktionshalle war Freizeit angesagt. Jeder konnte also machen, was er wollte. In kleinen Grüppchen machten sich alle auf dem Weg zu einem Bummel über den Fischmarkt. Aber ein eiskalter Wind und etwas Schneefall verhinderte einen längerer Aufenthalt im Freien. Nachdem wir fast alle ordentlich durchgefroren waren, zog es uns früher als geplant in die Fischauktionshalle. Wir wurden gleich mit heißen und fetzigen Rock-und Jazz-Rhythmen empfangen und die vielen anwesenden überwiegend stehenden Besucher klatschten dazu. Es herrschte schon eine tolle Stimmung und man wurde richtig mitgerissen. Zunächst suchten wir uns unten ein Plätzchen, wo wir uns etwas Warmes gönnten. Doch auf Dauer war der Platz ungemütlich, denn längeres Sitzen an Holztischen und Bänken ist besonders für mich nichts. Unser Fahrer hat es dann aber doch geschafft, dass wir frühzeitig nach oben auf die Empore gehen konnten. Dort war es wesentlich gemütlicher. Die Musik war natürlich auch dort unüberhörbar, aber etwas gedämpfter.

Für unsere Gruppe waren zwei große Tische reserviert und vor allem konnten wir auf vernünftigen Stühlen Platz nehmen. Leider waren unsere Plätze nicht an der Balustrade. Dadurch konnten wir von dort die Kapellen oder Bands von oben nicht beobachten. Wir konnten aber jederzeit einen Stehplatz oberhalb der Musik aufsuchen. Es war schon interessant, denn es wurden nicht nur viele bekannte Hits gespielt, sondern auch immer wieder akrobatische Darbietungen vorgeführt.

Zwischendurch konnten wir dann auch schon unseren BOOTSMANN-BRUNCH einnehmen. Er war vielseitig und es gab nicht nur Fischiges und Fischsalate, sondern auch Mettwurst und Schinken, selbst für Nachtisch war gesorgt. Kaffee, Kakao, Tee, Wasser und Säfte waren inklusive. Lediglich auf die warmen Speisen mussten wir verzichten, denn die gehörten zum Kapitän-Brunch, der natürlich teurer war. Die Zeit, immerhin gut vier Stunden, verging wie im Fluge. Um 11:30 Uhr war wieder Treffpunkt am Bus. So gegen 11:00 Uhr verließen die meisten unserer Mitfahrer die gastliche Stätte und unternahmen noch einen Bummel über den Markt. Doch fast alle Stände waren bereits abgebaut oder waren dabei. Denn um 10:00 Uhr ist offizieller Schluss.

Und hier noch etwas dem Internet:

Seit dem Jahr 1703 durfte auch sonntags vor dem Kirchgang in Altona Handel getrieben werden. Seitdem ertönen auf dem Altonaer Fischmarkt jeden Sonntag die Glocken.
Gerüchte besagen, die Marktschreier auf dem Fischmarkt, die ihre Produkte lauthals anpreisen, werden noch auf der unweit gelegenen Reeperbahn gehört. Unbestritten, auf dem Gebiet des Fischmarktes geht es jeden Sonntag in der Früh hoch her. Egal ob Fisch, Obst, Blumen, Klamotten oder Gockel: An den Ständen, aufgereiht auf einer Freifläche direkt am Hafenbecken der Elbe, kann alles gekauft werden. Oft gibt es zusätzlich einen Hering obendrauf - "komm her, zwei Lachs packe ich auch noch dazu", schallt es dem Besucher entgegen. Ob Schnäppchen oder nicht - das muss ein jeder beim Bummel über den Markt selbst entscheiden. Ein drohender Vitaminschock nach dem Kauf eines Obstkorbes ist nicht ausgeschlossen.
Für uns war so ein großer Einkauf etwas zu umständlich, denn unser Bus hatte einen anderen Parkplatz aufzusuchen müssen.

Und nun noch etwas über die Fischauktionshalle (teilweise dem Internet entnommen):

Die Fischauktionshalle in Hamburg-Altona zeugt als Baudenkmal von der Bedeutung des Fischhandels der ehemals konkurrierenden Städte Hamburg und Altona/Elbe. Die beiden Auktionshallen in Altona und in St. Pauli wurden 1943 bei den Bombenangriffen auf die Stadt Hamburg stark beschädigt und nur notdürftig repariert. Während die Hamburger Halle inzwischen abgerissen und durch Bürohäuser ersetzt wurde, konnte die Altonaer Halle gerettet werden. Die Fischauktionshalle verdankt ihre weitere Existenz dem Engagement ehrenamtlich handelnder Bürger.

Die Altonaer Fischauktionshalle wurde restauriert und als Veranstaltungsort an einen kommerziellen Nutzer verpachtet. Ein Hamburger Architektenbüro erhielt den Auftrag für die Renovierung (u.a. Neubau der Kuppel) und rekonstruierte den Fassadenschmuck und die Verzierungen der Fenster auf Grundlage alter Schwarz-Weiß-Fotos. Als einziges Baudenkmal in Hamburg hat die Halle ein europa-nostra-Diplom der europäischen de-Koster-Stiftung für die Erhaltung von Kulturdenkmälern in Europa bekommen. Die Auktionshalle sollte ursprünglich ein Ort der Soziokultur werden, wird neben dem Fischmarkttrubel aber vor allem für Werbe- und PR-Events großer Konzerne genutzt. Die Halle bietet Platz für etwa 3500 Besucherinnen und Besucher.

Weitere Einzelheiten über den Fischmarkt und seiner Umgebung können im Internet nachgelesen werden.

Pünktlich um 11:30 Uhr trafen sich alle Mitfahrer am Bus. Das nächste Ziel waren die St. Pauli-Landungsbrücken. Mit einem Schiff der Abicht-Flotte unternahmen wir eine einstündige Hafenrundfahrt. Es sollte eigentlich bereits um 12:00 Uhr abgelegt werden, doch heute wurde das akademische Viertel in Anspruch genommen. Es störte uns nicht, denn an Bord saßen wir warm und trocken. Zunächst ging es mit laufenden ausführlichen Erklärungen in Richtung Blankenese, es folgte ein Abstecher zu den Container-Schiffen, dann ging es zurück in Richtung Speicherstadt - also die übliche Rundfahrt.

Nach dieser kleinen Schiffahrt folgte dann noch eine Stadtrundfahrt mit dem Bus. Unser Fahrer, ein gebürtiger Warnemünder, entpuppte sich als ein exzellenter Stadtführer. Gelernt hat er viel bei seiner Tätigkeit als Fahrer u.a. bei den Stadtrundfahrten, aber auch durch das Lesen einschlägiger Literatur. Selbst ich als Hamburgerin musste eingestehen, dass mir viele Details unbekannt waren. Er hatte sich eine große Route ausgedacht, die uns kreuz und quer durch die Stadt führte. U.a. die neue Hafencity, Lombardsbrücke, Mittelweg, Harvesterhude mit Pöseldorf, Außenalster, Reeperbahn, Jungfernstieg, Rathausmarkt, selbst die Lange Reihe in St. Georg wurde mit einbezogen. Über Winterhude, Alsterdorf, Poppenbüttel ging es dann zum Kaffeetrinken nach Kayhude. In dem bekannten historischen Alten Heidkrug waren wir angemeldet. Wir konnten zwischen vier verschieden Torten wählen und dazu wurde uns noch warmer frischgebackener Butter-Mandel-Kuchen gereicht. Über die Größe der Tortenstücke konnten wir nur staunen. Fast alle Mitfahrer hatte ihre liebe Not, den Kuchen aufzuessen. (Abendessen fiel wohl bei vielen aus.)

Gegen 16:45 Uhr starteten wir in Richtung Heimat. Über die Dörfer erreichten wir nach einer knappen Stunde wohlbehalten Kaltenkirchen. Damit endete wieder eine schöne Ausflugsfahrt.

Gesprächskreis Ilex e. V. · Bürgerhaus · 24568 Kaltenkirchen
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