Gesprächskreis Ilex e. V.

 

Gesprächskreis Ilex e. V.

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Muttertagsausflug 2011

Bericht von Gisela Lehnert

Es ist schon fast Tradition, dass der Gesprächskreis Ilex e.V. einen Muttertagsausflug unternimmt.
Er ist aber nicht nur für die Mütter gedacht. Selbstverständlich sind auch die Väter immer willkommen.

Um 10:00 Uhr war Treffpunkt am Busparkplatz an der Holstentherme.
Nachdem alle Teilnehmer eingetroffen waren, starteten wir dann kurz nach 10:00 Uhr bei herrlichem Wetter. Unser neuer bisher unbekannter Fahrer Klaus Lotze von dem Busunternehmen Wolfgang Schmidt aus Westerhorn hat sich gleich mit einem netten Gedicht bei uns vor der Fahrt gut eingeführt. Und zur Einstimmung auf diesen besonderen Tag erhielten alle Teilnehmer eine Piccolo Flasche Sekt. Da uns ausreichend Zeit zur Verfügung stand, sind wir ganz gemütlich über die Dörfer zu unserem ersten Ziel gefahren. Über Strüvenhütten, Hartenholm, Segeberg, Ahrensbök, Eutin erreichten wir gegen 11:30 Uhr Bad Malente. In der traditionellen Schlachterei und Schinkenräucherei Petersen waren die Tische mit unserer zünftigen Brotzeit hergerichtet. Wie sollte es anders sein, wurde uns auf Holzbrettern drei Scheiben leckerer Holsteiner Katenrauchschinken, zwei kleine Scheiben selbstgebackenes Schwarzbrot, Würfel Butter und Gewürzgurken serviert. Dazu konnte als Getränk eine Fl. Dithmarscher Bier, Mineralwasser oder ähnliches gewählt werden.


Und nun noch etwas Interessantes, dem Internet entnommen
Die Familie Petersen ist schon seit über 100 Jahren in Malente ansässig. Hans Petersen, gelernter Schlachtermeister, machte sich selbständig und eröffnete 1920 eine eigene Schlachterei in Malente.
Ab 1968 firmierten sie unter Hans Petersen und Söhne OHG. Mit ihrer Philosophie von ganz besonderen Katenrauchspezialitäten, frischen Fleisch- und Wurstwaren und Eingewecktem nach Oma Ernas Rezepten behaupteten sie sich gegen den starken Konkurrenzdruck von Supermärkten in den 70-er-Jahren. Handverlesenes Vieh, eigene schonende Schlachtung, familiäre Handwerksliebe und der eigenen Katenräucherei stehen bis heute für ganz besondere Qualitäten. (Weitere Einzelheiten im Internet)

Zum Abschied erhielten alle Mitfahrer als gute Erinnerung eine kleine, runde Mettwurst im Beutel - eine nette Idee! Nach diesem zünftigen kulinarischen Genuß bestand die Möglichkeit von den Delikatessen auch für zu Hause etwas einzukaufen, wovon natürlich reger Gebrauch gemacht wurde.

Anschließend unternahmen wir eine zweistündige Rundfahrt auf dem Kelllersee. Um kurz nach 13:00 Uhr starteten wir bei sonnigem, aber etwas windigem Wetter vom Anleger Sielbeck-Uklei.
Die Fahrt war so richtig zum Entspannen, Faulenzen und Genießen der herrlichen Landschaft.

Daran schloß sich unser Nachmittagskaffee an. Am Muttertag ohne das Vergnügen ging es doch nun wirklich nicht. Im Restaurant Fissauer Fährhaus Eutin mit Blick auf dem See wurden wir bereits erwartet. Mit zwei verschiedenen Sorten Torte zum Aussuchen und weiterem Gebäck wurden wir so richtig schön verwöhnt.

Damit war unser Ausflugsprogramm aber noch nicht zu Ende. Das Gut Rotensande (Immenhof) unmittelbar am Kellersee gelegen, bekannt von den Filmen aus den fünfziger Jahren, statteten wir noch einen Besuch ab. Mit einer kompetenten Führung über das gesamte Areal erhielten wir einen interessanten Überblick. Besonders das Herrenhaus hatte es uns angetan. Aber leider ist die Substanz des Hauses stark in Mitleidenschaft gezogen. Es ist schon eine enorm große finanzielle Herausforderung für eine Wiederinstandsetzung notwendig. Einige potentielle Investoren haben bereits das Handtuch geworfen. Erschwert wird alles durch die Uneinigkeit der Erbengemeinschaft Nörenberg. Genutzt wird es z.Z. überwiegend von Pferdeliebhaber, die in den noch bestehenden Stallungen ihre Tiere unterbringen können, aber auch wird noch Landwirtschaft betrieben. An die Zeiten der Immenhof-Filme erinnert noch ein alter Trecker, der heute noch fahrtauglich ist.

Nun noch etwas Historisches, dem Internet entnommen.
Gut Rothensande war die Kulisse für die Filme über den Immenhof. Im 14. Jahrhundert war das Areal ein fürstbischöfliches Vorwerk, das im 18. Jahrhundert in Erbpachten aufgeteilt wurde. 1911 wurde das Gut an den Ziegeleiunternehmer Franz Bleßmann verkauft. Er baute das Herrenhaus, das Torhaus und den Kuhstall und gab dem Gut damit seine bauliche Prägung. 1953 ging Rothensande an Hans Joachim Lutter. Er gestattete der ARCO-Film die Dreharbeiten für drei Immenhof-Filme auf dem Gut. 1957 kaufte Arthur Nörenberg das Gut und schloss es für die Öffentlichkeit. Im Sommer 2009 erwarb Franz-Josef Stolle Rothensande. Der schleswig-holsteinische Landeskonservator Dr. Michel Paarmann sagte zu den Sanierungsplänen: Als bekannter Fan der Immenhof-Filme habe ich durchaus auch persönliches Interesse an der Aufgabe, die baulichen Fehler der Vergangenheit zu tilgen. Das Gut Rotensande muß wieder zum Inbegriff einer schleswig-holsteinischen Gutsanlage werden und bietet viel Raum für neue Nutzungsideen. Das könnte sich zum Vorteil für andere denkmalgeschützten Güter auswirken, deren Bestand gefährdet ist.
(Auch hier gibt es weiteres Interessantes im Internet).

Nach dieser interessanten und umfangreichen Führung ging es über die Autobahn zurück und wir erreichten problemlos gegen 19:30 Uhr Kaltenkirchen. Damit endete wieder einmal ein wunderschöner Tag.

Gesprächskreis Ilex e. V. · Bürgerhaus · 24568 Kaltenkirchen
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