Gesprächskreis Ilex e. V.

 

Gesprächskreis Ilex e. V.

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Vorgezogenee Nikolausfahrt am 03.12.11

von Gisela Lehnert

Der Gesprächskreis Ilex e.V. war wieder unterwegs. Um 12:30 Uhr war Treffpunkt am Busparkplatz an der Holstentherme. Nachdem fast alle Mitreisenden eingetroffen waren, ging es auf der A 7 Richtung Süden. Die Fahrt wurde nur kurz in Quickborn unterbrochen, wo noch der Rest der angemeldeten Teilnehmer zustieg. Kurz nach dem Elbtunnel fuhren wir durch Finkenwerder am Airbusgelände und weiter durch das Alte Land - bekanntes Baumobstanbaugebiet - nach Stade, unserem ersten Programmpunkt. Von 14:00 bis 16:15 Uhr war ein Bummel auf dem Weihnachtsmarkt angesagt. In kleinen Gruppen wurde dann losgegangen. Leider meinte es der Wettergott anfangs überhaupt nicht gut. Es regnete in Strömen. Nachdem viele erst einmal einem kleinen Imbiß zu sich nahmen, zog es aber die meisten anschließend in einen trockenen Aufenthaltsort. Warme Getränke waren angesagt, damit nicht nur die Füße, sondern auch der ganze Körper wieder warm wurden. Nach gut einer Stunde war der Regenspuk endlich vorbei und wir konnten dann doch noch den Bummel fortsetzen. Es war sogar etwas blauer Himmel zu sehen - was wollten wir mehr. Der Weihnachtsmarkt ist nicht allzugroß, aber relativ gut angelegt. Die Angebote auf den Märkten sind eigentlich überall gleich. Von unseren Mitfahrern wurde kaum etwas gekauft. Allerdings waren die geöffneten Geschäfte interessanter und verleiteten zu Einkäufen. Zum vereinbarten Termin fanden sich alle Teilnehmer an der offiziellen Bushaltestelle wieder ein. Wolfgang Schmidt, unser Busfahrer, hatte vorher um Pünktlichkeit gebeten, da er an dieser Stelle nur kurz halten konnte. Vor dem Bummel über den Weihnachtsmarkt wurden wir gebeten, kulinarisch etwas Zurückhaltung zu üben, damit für das Abendessen noch Platz bleibt. Nun war es soweit. In Helmste, einem kleinen Ort in der Gegend von Horneburg, wurden wir in dem rustikalen Eichenhof zu einem exzellenten Abendessen empfangen. Bei der Auffahrt auf den Parkplatz wurden wir nett vom Bedienungspersonal begrüßt - eine Geste, die noch selten erfolgt. Wir wurden in den großen Saal plaziert, wo für uns schon alles vorbereitet war. Nach dem Servieren der Getränke erfolgte kurz darauf auch das Essen. Es war ausreichend und sehr gut, auch der Geschmack hervorragend - das Fleisch butterweich. So soll es doch sein! Eine gutschmeckende Nachspeise rundete dann die Mahlzeit ab. Um 18:15 Uhr verließen wir dann die gastliche Stätte und wieder wurden wir mit Winken durch das Bedienungspersonal verabschiedet. Als letzten Programmpunkt stand uns noch ein besonderes Ereignis bevor. Wir fuhren zunächst auf der B 73, weiter auf der B 75 und dann auf der Autobahn zu unserem abendlichen Ziel in Seevetal im Burgveranstaltungszentrum zu einer Aufführung der Russischen Weihnachtsrevue IVUSHKA. Einlaß war 18:00 und Beginn der Veranstaltung 19:00 Uhr. Während der Wartezeit erhielt jeder Gast zur Einstimmung ein Glas Krim-Sekt - im Eintrittspreis enthalten.

Zunächst etwas der Homepage des Ensembles entnommen:
Begeisternde Geschichten aus dem alten Russland der Zarenzeit. Atemberaubende Tänzer und Tänzerinnen, gefühlvolle Chorgesänge und hervorragende Solisten lassen den Abend zu einem Fest der Lebensfreude werden. Das international erfolgreiche russische Ensemble IVUSHKA. nimmt sein Publikum in charmanter Weise mit auf eine märchenhafte Reise in eine unbeschwerte Zeit. Erleben Sie rauschende Feste nach russischer Tradition. Über 300 kostbare und farbenfrohe Kostüme, traditionelle Instrumente, atemberaubende Artistik und glockenklarer Gesang kommen bei der Show zum Einsatz! Die Russische Weihnachtsrevue!

Vierzig Jahre absolute Perfektion und Reisen in über 20 Länder verhalfen IVUSHKA zu internationalem Ruhm. Man nennt sie auch die charmantesten Botschafter Russlands. Aus Freude am Musizieren, Singen und Tanzen, verbunden mit Traditionsbewußtsein, fanden sich damals zahlreiche Absolventen und Dozenten der Tambower Musikhochschule zusammen und gründeten das Ensemble IVUSHKA, was übersetzt Das Weidenbäumchen bedeutet.
Die Stadt und die Region Tambow hat eine große künstlerische Geschichte, die bis in die heutige Zeit reicht. Auch der weltbekannte Komponist Sergej Rachmaninow hatte in der Stadt seine Sommerresidenz und war hier schöpferisch tätig. Begrüßt werden die Besucher von Väterchen Frost und seiner Enkelin Snegurotschka. Professor Dr. Alexander Popovitschev verstand es schon frühzeitig, Geschichten aus dem Leben auf der Bühne zu veranschaulichen. Im November 1972 kam der aus Lipezk stammende Künstler nach Tambow und wurde künstlerischer Leiter an der Musikhochschule.

Die opulent ausgestattete Show vor einer verträumten Winterlandschaft lässt den Zauber der Zarenzeit wieder auferstehen. Über 40 Mitwirkende sorgen dafür, lebendige Bilder zu erschaffen und diese mit rasanter Musik zu untermalen. Musikalische, tänzerische und artistische Einlagen wechseln sich dabei in schneller Folge ab. Scheinbar unerschöpflich ist die Vielfalt der überlieferten Lieder, Tänze und Geschichten.

Spektakulär und akrobatisch mit Peitschenknallen und Sprüngen, wie rückwärts in den einarmigen Handstand, präsentieren sich die Tänzer in Perfektion zum Detail. Kunstvoll, rasant und rhythmisch sind die stepptanzartigen Szenen, mit denen die Akteure einen Streifzug durch das Reich von Zar Peter dem Großen (1672 - 1725) darbieten. Die graziösen Tänzerinnen stehen ihren männlichen Kollegen in nichts nach. Die mit Anmut vollführten Pirouetten sind für sich schon eine Augenweide."

Als Höhepunkt am Ende der Show empfand ich, als ein Teil der Akteure das Weihnachtslied Stille Nacht, heilige Nacht auf deutsch sang, da musste ich meine aufkommenden Tränen unterdrücken. Die Leistungen dieses Ensembles sind einmalig, die man nicht beschreiben kann.

Die Tournee erfolgt nur in den Monaten November und Dezember eines jeden Jahres in etwa 20 Städten und Orten im nord- und westdeutschen Raum und zusätzlich nur eine in Bayern in Bad Wörrishofen. Für die Künstler ist es eine anstrengende Zeit - fast jeden Tag ein anderer Aufführungsort.

Nach diesem wunderschönen Erlebnis ging es dann um 22:40 Uhr ab Seevetal, gegen 23:30 Uhr wurde Kaltenkirchen erreicht.

Gesprächskreis Ilex e. V. · Bürgerhaus · 24568 Kaltenkirchen
c./o Marion Schildt · Bachstraße 37 · 24568 Kaltenkirchen · 04191 1789