Gesprächskreis Ilex e. V.

 

Gesprächskreis Ilex e. V.

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Besuch im Kieler Landeshaus

von Gisela Lehnert

Die erste Bustagesfahrt des neuen Jahres unternahm der Gesprächskreis Ilex e.V. am 09.01.2012. Unser Ziel war zunächst der Kieler Landtag. Von der Bushaltestelle an der Holstentherme ging es kurz nach 8:30 Uhr auf der A7 in Richtung Norden. Bei regnerischem Wetter wurde die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt Kiel problemlos erreicht. Nach kurzer Fahrt hielt der Bus vor dem unmittelbar an der Förde liegenden Landeshaus.

Um 10:00 Uhr wurden wir von der Beraterin für öffentliche Angelegenheiten Frau Sigrid Moser in der großen Eingangshalle in Empfang genommen und herzlich begrüßt. Anschließend berichtete sie über einige Details und die Entstehung des Gebäudes. Das Haus hat eine wechselvolle Geschichte. Gebaut wurde es ursprünglich als Kaiserliche Marineakademie. Die feierliche Einweihung erfolgte nach fünfjähriger Bauzeit im Oktober 1888. Im zweiten Weltkrieg wurde es durch Bomben stark zerstört. Der Wiederaufbau nahm einige Jahre in Anspruch. Der Landtag hat seit 1950 seinen Sitz in dem Haus an der Förde - seither trägt es den Namen Landeshaus. Einen besonderen Blickpunkt bildet das lichtdurchflutete Eingangs-Foyer. Viele Jahre musste sich das Landesparlament das Haus mit dem Innenministerium und der Landeskanzlei (heute Staatskanzlei) teilen. Heute befindet sich nur noch die Landeszentrale für politische Bildung im Haus.

Die erste Phase der Grundinstandsetzung erfolgt in den Jahren von 1984 bis 1987. Während dieser Bauarbeiten wurde neben dem seit 1950 betriebenen Paternoster noch ein behindertengerechter Aufzug einbaut. 1999 wurde mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen. Zentrales Vorhaben war der Neubau des Plenarsaals, der zur Wasserseite auf der bisherigen Terrassenanlage des Landeshauses entstand. Die Tagung im neuen Plenarsaal fand im Jahre im April 2003 statt. Auf der Tribüne stehen für Besucher mehr als 70 Sitzplätze zur Verfügung (jährlich ca. 3.000 bis 4.000).

Inzwischen hatten wir den Eingangsbereich verlassen und den Plenarsaal betreten. Wir konnten uns auf den Plätzen der Abgeordneten niederlassen, da keine Sitzung war. Frau Moser berichtete uns auch hier wieder interessante Einzelheiten des Saales. So z. B. über die hervorragende Akustik. Ohne Mikrofon ist eine gute Verständigung möglich. Mikrofone werden überwiegend bei Reden am Pult eingeschaltet. Zu einem kleinen Imbiss verließen wir kurz den Plenarsaal. Der eigentliche Grund unseres Besuchs erfolgte anschließend. Wir wurden vom Landtagspräsident Torsten Geerdts empfangen, der uns u.a. zu einer Diskussion eingeladen hatte.

Zunächst schilderte er kurz seinen Werdegang.
Er ist im April 1963 in Neumünster geboren und seit dem 27. Oktober 2009 Landtagspräsident und gleichzeitig Landtagsabgeordneter des schleswig-holsteinischen Landtags (mit 28 Jahren).
Zuvor war er seit 2008 Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Landtag. Nach der mittleren Reife absolvierte er eine Ausbildung zum Industriekaufmann und leistete anschließend seinen Wehrdienst ab. Danach nahm er als Angestellter eine Tätigkeit beim Deutschen Roten Kreuz in Neumünster auf. (Das Arbeitsverhältnis ruht z.Z.) Er ist auch Vorsitzender des Deutschen Kinderschutzbundes. Seit 1979 ist Torsten Geerdts Mitglied der CDU und ist stellvertretender Landesvorsitzender der CDU in Schleswig-Holstein.
Er nahm in den Jahren von 1985 bis 2010 mehrere ehrenamtliche Tätigkeiten bei verschiedenen Intuitionen wahr. Seit 1992 ist er Mitglied des Landtages von Schleswig-Holstein und seit 1996 gehört er dem Vorstand der CDU-Landtagsfraktion an. Er war von 1990 bis 1994 Ratsmitglied und von 2003 bis 2008 als Fraktionsvorsitzender der Ratsversammlung in seiner Heimatstadt Neumünster.
Nach dieser Einleitung berichtete er etwas Spezielles aus dem Landtag selbst. Die stärkste Fraktion stellt den Präsidenten. Als Präsident muss er völlig neutral sein. Er kümmert sich um Menschen, die politische Interessen haben und mit der Integration allgemein. Pflege der verschiedenen Sprachen in Schleswig-Holstein, u.a. friesisch, niederdeutsch und dänisch. 69 Abgeordnete sind z.Z. im Landtag vertreten. Es entwickelte sich eine rege Diskussion mit speziellen Fragen, besonders die Kaltenkirchen betrafen. Die zur Verfügung stehende Zeit reichte für die vielen Fragen bei weitem nicht aus. Leider war um 12:00 Uhr Schluss, da auf Herrn Geerdts schon der nächste Termin wartete.






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