Gesprächskreis Ilex e. V.

 

Gesprächskreis Ilex e. V.

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Fränkische Schweiz - Bamberg, Bayreuth, Forchheim
vom 05. - 08.12.2010

Reisebericht von Gisela Lehnert

Und schon wieder hat es den Gesprächskreis Ilex e.V. in die Ferne gezogen.

Welche Überraschung, am Morgen 10 cm Neuschnee über Nacht. Da die Zubringerbusse durch die witterungsbedingten Straßenverhältnisse Schwierigkeiten hatten, konnten wir erst kurz nach 8 Uhr vom Busparkplatz an der Holsten Therme starten. Auf der A 7 kamen wir aber gut voran, trotz Schneegrieseln, selbst der Elbtunnel war frei passierbar. An der Raststätte Allertal legten wir unsere Frühstückspause ein. Unser Fahrer, André Petereit, hatte vorgesorgt - der Kaffee war fertig. Etwas Warmes tat richtig gut bei dem Wetter. Mit 20 Personen waren wir eine verhältnismäßig kleine Reisegruppe, sodass für alle ein Doppelplatz zur Verfügung stand. Nach dieser kleinen Stärkung ging es zügig weiter. Im Harzgebiet wurde es merklich kälter und es fing richtig an zu schneien, doch nur von kurzer Dauer, denn die Kasseler Berge waren wiederum völlig schneefrei. Die Mittagspause legten wir an der Raststätte Hasselberg ein. Danach wechselten wir bald auf die A 70 in Richtung Schweinfurt. Die Gegend von Bamberg erreichten wir problemlos schon gegen 16 Uhr. Kurze Zeit später waren wir dann in unserem Hotel/Gasthof Vier Jahreszeiten in Breitengüßbach bei der singenden Wirtin. Bevor wir unsere Zimmer in Augenschein nehmen konnten, wurden wir vom Hausherrn Ossi Haderlein, der auch persönlich für das leibliche Wohl sorgt, mit Drehorgelmusik begrüßt. Das Haus macht einen netten rustikalen Eindruck, die Zimmer sind zweckmäßig eingerichtet und sauber. Da kein Lift im Hause ist, sorgte das Personal dafür, dass alle Gäste ihre Koffer schnell in die Zimmer bekamen. Das gutschmeckende Abendessen nahmen wir um 18:30 Uhr ein. Anschließend wurden wir vom Wirt zu einer kleinen Weinprobe mit fränkischen Weinen und netter Unterhaltung mit Gesang und Drehorgelbegleitung eingeladen. Damit endete dann ein doch anstrengender, aber schöner Tag.

Bamberg Forchheim, Krippe Singende Wirtin Abschied

Am nächsten Tag stand die Besichtigung von Bamberg auf dem Programm. Unser Reiseleiter Helmuth, ein gebürtiger Bamberger, stieg kurz vor dem Stadtkern zu. Da die Innenstadt für Busse (außer Linienbusse) gesperrt ist, verließen wir den Bus kurze Zeit später. Wir mußten eine ziemlich lange Wegstrecke auf mäßig von Schneeresten geräumten Fußwegen und viel Matsch zurücklegen. Am Schiffsanleger trennte sich die Reisegruppe, da der Krippenweg für die Fußkranken zu beschwerlich war. Schließlich mußten viele (nicht vom Schnee geräumte) Treppen überwunden werden. Wir Zurückgebliebenen bummelten über den Weihnachtmarkt und in der Fußgänger-Einkaufsstraße. In der Breitenstraße kehrten wir in einem netten Café/Restaurant ein.

Anschließend noch ein weiterer Spaziergang über den Weihnachtsmarkt. Um 14:30 Uhr trudelten alle Mitreisenden wieder pünktlich am vereinbarten Platz ein, da nur Zeit zum Einsteigen vorhanden war. Ab 15 Uhr hatte uns unsere singende Wirtin zu einem unterhaltsamen Nikolaus-Nachmittag mit Kaffee und Gebäck, sowie mit ihren Musikdarbietungen - Weihnachts- und Adventsmusik zum Mitsingen eingeladen. Das Abendessen fand wieder um 18:30 Uhr statt und wir wurden erneut nicht enttäuscht. Danach las die Tochter des Hauses eine nette Geschichte vor und die fünfjährige Enkelin Franziska sang mit der Oma ein Liedchen. Anschließend verteilte die Enkelin mit ihrer zweijährigen Schwester an alle Mitreisenden eine Nikolaus-Überraschung. Zum Abschluss des Tages wurden wir weiter von der bereits mehrfach im Fernsehen aufgetretenen singenden Wirtin gut unterhalten.

Der 3. Tag führte uns zunächst durch die zauberhafte verschneite Fränkische Jura. Unser Reiseleiter Helmuth hatte eine wunderschöne Route (L 22) ausgewählt, die natürlich besonders in dieser Jahreszeit wenig befahren war. Das Flüsschen Wiesent, das hier entspringt, begleitete uns über viele Kilometer. Auf der romantischen Burgenstraße passierten wir die Orte Hohlfeld mit 10.000 Einwohnern, Schönfeld, die Therme Obersee und erreichten dann die Wagnerstadt Bayreuth mit ca. 60.000 Einwohnern. Zunächst statteten wir dem Marktgräflichen Opernhaus einen Besuch ab. In der kleinen Residenzstadt Bayreuth entstand im 18. Jahrhundert ein Opernhaus, das an Größe und Pracht den berühmtesten Häusern seiner Zeit nichts nachstand. Auf Bestreben der Marktgräfin Wilhelmine entstand in nur 4 Jahren Bauzeit ein Haus, dessen Gesamteindruck seinesgleichen sucht. Der noch heute unversehrt erhaltene Theaterraum strahlt eine feierliche, aber auch heitere Atmosphäre aus. Wir wurden ausführlich mit einer eindrucksvollen Video-Film-Vorführung über das Opernhaus informiert.

Das Haus wird Ende 2010 wegen umfangreicher Reparatur- und Sanierungsarbeiten für voraussichtlich 6 Jahre geschlossen. Anschließend führte uns unser Reiseleiter noch zur Schloßkirche. Aufgrund seiner Empfehlung fanden sich dann fast alle Mitreisenden zu einem kleinen Imbiß bei Oskar - Das Wirtshaus am Markt ein. Verschiedene fränkische Spezialitäten und auch das Zwick'l-Bier sind empfehlenswert. Wer schnell genug gegessen hatte, konnte hier auch noch den Weihnachtsmarkt besuchen. Zurückgekehrt zum Bus am La Spezia Platz wurde dann um 14 Uhr noch eine kleine Stadtrundfahrt unternommen. Wir konnten doch Bayreuth nicht verlassen, ohne den grünen Hügel mit dem Festspielhaus zumindest von außen gesehen zu haben. Im Winter ist in diesem berühmten Bezirk nicht allzuviel los. Danach ging es dann weiter in Richtung Fränkische Schweiz. Über Heiligenstadt und Ebermannstadt erreichten wir gegen 16 Uhr das Städtchen Forchheim mit ca. 30.000 Einwohnern. Hier hatten wir nochmals die Gelegenheit, einen Krippenweg zu unternehmen. Unser Reiseleiter führte uns zunächst zur Stadtpfarrkirche St. Martin mit der orientalischen Krippendarstellung. Die holzgeschnitzten beweglichen Figuren stammen wahrscheinlich aus der Barockzeit. Als nächstes die Fuchsenkrippe, eine mechanische fränkische Krippe mit Forchheimer Zitat mit komplizierten Bewegungsabläufen. In der Marienkapelle befindet sich eine Fränkische Krippendarstellung. Als Kulisse wurden maßstabsgetreu das Forchheimer Rathaus sowie das Frechs- und Streitshaus nachgebaut. Als letztes besuchten wir noch die lebende Krippe an der Kaiserpfalz mit Esel und Schafen. Anschließend hatten wir noch etwas Zeit für einen Bummel über den Weihnachtsmarkt. Als besondere Attraktion gilt der Forchheimer Adventskalender. Das einmalige Fachwerkensemble des Forchheimer Rathauses hat sich zum schönsten Adventskalender der Welt verwandelt, der am 1. Dezember feierlich eröffnet wurde. Der Forchheimer Engel öffnet täglich um 18:30 - Heiligabend um 12:00 Uhr ein Fenster, hinter dem sich wertvolle Preise verbergen. Es ist eine Gemeinschaftsaktion der Stadt Forchheim und der Forchheimer Geschäftswelt. Wenn wir leider aus Zeitgründen auf die Zeremonie verzichten mussten, haben einige von uns sich noch die Kunstausstellung im Rathaussaal angesehen. Sie war sehenswert. Wirklich nette Weihnachtsdekorationsartikel luden zum Kauf ein. Besonders kleine Engel aus Perlen waren der Renner, aber auch verschiedene aus Perlen hergestellte Sterne gehörten dazu. Da konnte man einfach nicht widerstehen. Kurz vor 17:30 Uhr verließen wir das schöne Städtchen. Auf der Rückfahrt verabschiedeten wir uns von unserem netten und kompetenten Reiseleiter Helmut. Nach dem Abendessen sorgte unsere Wirtin wieder für die Abendunterhaltung mit Musik und Gesang.

Am 09.12. hieß es dann wieder Abschied nehmen von einer Gegend, die besonders in den Sommermonaten gerne besucht wird, aber auch im Winter seine Reize hat.

Um kurz nach 8 Uhr starteten wir. Für die Rückfahrt hatte sich der Fahrer eine andere Route ausgewählt. Zunächst ging es Richtung Thüringer Wald, dann weiter auf Bundes- und Landstraßen. Durch diese Route haben wir 70 km gespart und vor allem die Kasseler Berge umfahren. Auf der A 7 mussten wir dann leider noch bis Göttingen eine 17 km lange Baustelle passieren. Nach der Mittagspause an der Raststätte Harz ging es zügig dem Norden entgegen. Wegen Unfall und Staumeldung verließen wir bei Soltau-Süd die A 7. Auf der B 3 ging es weiter bis zur A 1 bei Buchholz und dann problemlos weiter durch den Elbtunnel. Gegen 18 Uhr erreichten wir wieder wohlbehalten Kaltenkirchen.

Gesprächskreis Ilex e. V. · Bürgerhaus · 24568 Kaltenkirchen
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