Gesprächskreis Ilex e. V.

 

Gesprächskreis Ilex e. V.

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Kurzreise nach Berlin vom 17.20. bis 20.10.11

Aufzeichnung von Gisela Lehnert

B e r l i n ist immer wieder eine Reise wert. Der Gesprächskreis Ilex e.V. ist diesem Slogan gefolgt.

Am 17.10. starteten wir um kurz nach 7:00 Uhr von Kaltenkirchen mit 43 Personen zu einer Busfahrt in die deutsche Hauptstadt. An der Raststätte Gudow an der A 24 wurden wir mit belegten Brötchen und Kaffee aus der Bordküche verwöhnt. Nach der Pause ging es zügig weiter. Über den Berliner Ring (A 111) und natürlich die innerstädtischen Straßen erreichten wir unser erstes Besichtigungsziel, das Bundespräsidialamt und das Schloss Bellevue, fast eine Stunde zu früh. Also war Warten angesagt. Pünktlich am vereinbarten Zeitpunkt um 14:30 Uhr konnten wir endlich nach einer Paß- und Personenkontrolle das Gelände betreten.

Eine Besichtigung der Anlage ist nur bei Abwesenheit des Präsidenten gestattet. Wir hatten also Glück. Der Präsident war gerade auf Kurzbesuch in Afghanistan. Das Schloss Bellevue ist der erste Amtssitz des deutschen Bundespräsidenten. Es liegt im Zentrum der deutschen Hauptstadt am Nordrand des großen Tiergarten direkt am Spreeufer, unweit der Siegessäule, des Reichstags und des Brandenburger Tors. Nachfolgend etwas Wissenswertes über das Schloss (dem Internet entnommen).

Das Schloss wurde im Auftrag des jüngsten Bruders von Friedrich II., Ferdinand von Preußen, nach Plänen von Michael Philipp Boumann errichtet und 1786 fertiggestellt. Im April 1941 wurde es von Brandbomben getroffen und brannte aus. Nach Kriegsende wurde das Schloss zunächst notdürftig gesichert und von 1954 bis 1959 als Amtssitz des Bundespräsidenten wieder aufgebaut. Aus der Entstehungszeit blieb dabei lediglich der 1791 entworfene Ballsaal im Obergeschoss des Schlosses erhalten. Die Renovierung im Stil der 1950-iger Jahre wurde wegen ihrer ahistorischen Zufügungen und Umbauten als Mischung aus Filmstar-Sanatorium und Eisdiele verspottet und ist ihrerseits großenteils zahlreichen weiteren Renovierungen gewichen.

Während einer umfangreichen kompetenten Führung wurde uns natürlich die historische Geschichte des Hauses näher gebracht. Auch die Gemälde und Kunstgegenstände erweckten unsere Aufmerksamkeit. Anschließend ging es durch den hervorragend angelegten Schlossgarten in das zwischen 1996 und 1998 errichtete Gebäude des Bundespräsidialamtes. Dieses ellipsenförmige Bürogebäude wurde von Martin Gruber entworfen. Es handelt sich um einen interessanten Baustil. Hier erhielten wir Kaffee und ein kleines Stückchen Kuchen.

Nach diesem Rundgang in Sachen Kultur ging es Richtung Brandenburger Tor. Eine Überraschung schon am Beginn der Reise wurde uns offeriert - Kaffee und Kuchen im Hotel Adlon. Den gut einstündigen Aufenthalt in dem Nobelhotel haben sicher alle genossen.

Gegen 17:30 Uhr im Hotel Alsterhof (4****) eingecheckt, das sich in unmittelbarer Nähe vom Kurfürstendamm befindet. Das Europa-Center, die Gedächtniskirche und das KaDeWe sind schnell zu Fuß zu erreichen. Der Anreisetag endete mit dem Abendessen und einem gemütlichen Zusammensein.

Der nächste Tag begann mit einer großen Stadtrundfahrt. Alle interessanten Plätze, historischen Gebäude, bekannten Schlösser, Statuen, Parks wurden in Augenschein genommen. Am Olympia-Stadion konnten wir vom Glockenturm den schönen Blick auf die Stadt genießen.

Unseren Mittagsimbiss in Form der traditionellen Berliner Curry-Wurst nahmen wir beim Brandenburger Tor ein.

Das nächste Ziel war eine Besichtigung des Berliner ZDF-Studios - ein Blick hinter die Kulissen. Für uns Laien war es äußerst interessant. Wir erfuhren bei dem Rundgang, welcher technische Aufwand für eine gelungene Sendung erforderlich ist, besonders natürlich, wenn eine Live-Veranstaltung stattfindet. Allein die Bedienung der Scheinwerfer - 120 an der Zahl - erfordert von den Kameraleuten äußerste Konzentration. In der heutigen Zeit spielt natürlich die Computertechnik dabei auch eine große Rolle.

Der Tag endete mit einem Besuch im Friedrichstadtpalast bei Der Show der Rekorde - YMA. - Zu schön, um wahr zu sein. - Über 100 Künstler - Sänger, Tänzer, Musiker und Artisten zeigen voll atemberaubender Opulenz ihr Können.

Am dritten Tag war eine ca. dreistündige Schiffsrundfahrt auf Spree und Landwehrkanal angesagt. Bei relativ gutem Wetter haben sich viele unserer Mitreisenden sogar auf dem Oberdeck an der frischen Luft aufgehalten. Die Fahrt führte durch das Regierungsviertel - Schloss Bellevue, Kanzleramt, Reichstag, um nur einige zu nennen. Gefolgt von der Museumsinsel, Nikolaiviertel und weiteren bekannten Gebäuden.

Anschließend folgte eine Besichtigung des Charlottenburger Schloss. Viel Glanz und Historisches war zu bewundern. Der Besuch endete mit Kaffeetrinken in der Orangerie. Nach dem Abendessen unternahmen wir noch eine 2-stündige Lichterfahrt Festival of Lights. Bei diesem Festival verwandelt sich Berlin in eine glitzernde farbenprächtige Stadt. Über 40 Wahrzeichen, Plätze, Gebäude und Kunstwerke werden in Szene gesetzt. Ein sehr schönes farbenfrohes Erlebnis.

Am 4. Tag wurden dann schon wieder die Koffer für die Heimreise verstaut. Wir verließen die Stadt über die Heerstraße und kamen vorbei an den alten verlassenen Kasernen der russischen Armee. Auf der alten Transitstrecke gelangten wir über Nauen nach Ribbeck im Havelland. Hier besichtigten wir das inzwischen wieder eröffnete Schloss Ribbeck. Bekannt geworden ist das Schloss durch das bekannte Gedicht von Theodor Fontane Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

Nach diesem Abstecher in Sachen Kultur ging es zum Mittagessen ins Forsthaus Hainholtz in Pritzwalk. Das Waldhotel liegt sehr idyllisch in einer schönen Landschaft - ein sehr empfehlenswertes Plätzchen. Auch das Essen war preiswert und gut. Diesen Aufenthalt in einer wunderbaren Landschaft konnten wir noch so richtig genießen, da das Wetter auch mitspielte.

Am Nachmittag starteten wir dann auf der A 24 Richtung Hamburg. Bis auf einen Stau durch einen Verkehrsunfall bei der Raststätte Gudow erreichten wir nach insgesamt ca. 950 km gegen 20:00 Uhr Kaltenkirchen wieder.

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