Gesprächskreis Ilex e. V.

 

Gesprächskreis Ilex e. V.

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4-Tage-Reise in die Schwäbische Alb vom 11.10. bis 14.10.2012

Aufzeichnung von Gisela Lehnert

Der Gesprächskreis Ilex e.V. hat sich für die herbstliche Busfahrt dieses Mal ein besonderes Ziel ausgesucht.  Die Gegend der Schwäbischen Alb liegt teilweise in Baden-Württemberg und Bayern und ist  touristisch noch nicht so überlaufen.

Nach dem Start bei Nieselregen  in Kaltenkirchen um 7:30 Uhr ging es  auf der A 7  in Richtung Süden. Wir kamen zügig voran, da das Nadelöhr „Elbtunnel“ problemlos passiert werden konnte. Unterwegs  zwangen uns zwar viele Baustellen zum langsamen Fahren, aber auch die vorgeschrieben Pausen kosten etwas Zeit. Ab Lüneburger Heide bis kurz nach Würzburg hatten wir herrlichen Sonnenschein. Gegen Abend erreichten wir trüben Wetter unseren Zielort Blaubeuren, wo uns nach dem Einchecken das Abendessen erwartete.

Am nächsten Tag unternahmen wir mit unserer einheimischen Begleiterin – Frau Barbara Rüd – zu Fuß eine Stadtbesichtigung um die „Perle der Schwäbischen Alb“ etwas näher kennenzulernen. Unsere Busfahrerin Angela Schuster  konnte somit  auch mit auf die Besichtigungstour gehen. In unmittelbarer Nähe von unserem Hotel Ochsen am Marktplatz mit dem städtischen Rathaus starteten wir unseren Rundgang. Die historische Altstadt Blaubeurens gilt als eine der besterhaltenen mittelalterlichen Altstädte im Land. Herrschaftliche Bürgerhäuser prägen das Stadtbild. Wir betrachteten u.a. Hoher Will und Großes Haus, gingen weiter durch idyllische Gäßchen - wie Klein Venedig entlang dem Flüßchen Aach, sowie das Mühlenviertel an der Blau. Übrigens nennt man Blaubeuren die Perle der Schwäbischen Alb wegen der bauhistorischen, kulturellen, archäologischen, landschaftlichen, biologischen und geologischen Schätze, die wie eine Perle im Urdonautal eingebettet liegen.

Anschließend erfolgte eine umfangreiche Führung durch das Kloster Blaubeuren (ehem. Benediktinerkloster seit 1085) mit einem wunderbaren Hochaltar und Chorgestühl von 1493 sowie einem interessanten Kräutergarten. Erwähnenswert ist auch noch das herrlich gestaltete Deckengewölbe.

Am frühen Nachmittag ging es zum Blautopf – eine besondere Attraktion der Stadt. Es handelt sich um die sagenumwobene, zweitgrößte und wohl schönste Karstquelle Deutschlands. Der trichterförmige Quelltopf ist etwa 21 m tief und zeigt besonders nach längeren Regenpausen ein intensives Blau. Das Wasser von der Alb sammelt sich  innerhalb des Kalkgebirges in einem großen Höhlensystem. Ständig bringen Tauchergruppen und Höhlenforscher neue, faszinierende Erkenntnisse ans Licht…..

Kurze Zeit später erfolgte noch eine einstündige Fahrt mit dem Blautopfbähnle durch die Stadt und die nähere Umgebung, damit verbunden auch in höhere Lagen, die einen herrlichen Blick auf die Stadt ermöglichten. Leider war uns Petrus nicht besonders wohl gesonnen, da er immer wieder die Schleusen öffnete.

Der 3. Tag unserer Reise war Ulm gewidmet. Zu Beginn etwas Kurioses im Laufe der Geschichte. Während Ulm seit 1810 zu Württemberg gehört, verblieb die rechts der Donau liegenden Siedlungen bei Bayern und entwickelten sich rasch zur Stadt Nau-Ulm.

Ein Muß für jeden Ulm Besucher ist natürlich das Ulmer Münster mit dem noch immer höchsten Kirchturm der Welt. Er ist 161,53 m hoch und wer die 768 Stufen bis auf 143 m erklimmt, wird mit einem prächtigen Rundblick belohnt. Aber keiner unserer Mitreisenden hat das Experiment gewagt. Vielleicht keine Kondition oder Zeitmangel, denn am Wetter hat es nicht gelegen, wir hatten herrlichen Sonnenschein. Aber auch das Innere der Kirche ist äußerst sehenswert, denn zahlreiche Meisterwerke der Spätgotik konnten wir bewundern.

Sehenswert ist natürlich auch die malerische Altstadt,  das reich bemalte Rathaus mit der astronomischen Uhr und das Fischer- und Gerberviertel. Es liegt idyllisch an der Mündung der Blau in die Donau. Das Fischerviertel ist das bedeutendste Altstadtensemble Ulms. Mit seinen alten Gassen, Brücken und Stegen vermittelt es einen Eindruck mittelalterlichen Lebens. Eine besondere Attraktion bildet das  „Schiefe Haus“ an der Blau gelegen – lt. Guinness-Buch das schiefste Hotel der Welt. Wir konnten uns selbst davon überzeugen.

Am Nachmittag statteten wir noch dem Kloster Wiblingen einen Besuch ab. Es wurde 1092 von Benediktiner-Mönchen gegründet. Wir wurden zunächst in die spätbarocke Basilika geführt, die uns sehr beeindruckte. Anschließend ging es in den wirklich sehenswerten Rokoko-Bibliothekssaal mit dem prächtigen Deckenfresko.

Der Abend klang aus dem Komiker und Sänger „Walter Spira“, der in  Ulm zu Hause ist und in Blaubeuren gastiert hat. Extra führt uns Norddeutschen hat er seine Texte teilweise vom Schwäbischen ins Hochdeutsche übersetzt.

Der letzte Tag unseres Aufenthaltes war den Teddy-Bären gewidmet. Die Firma Margarete  Steiff befindet sich in Giengen a. d.  Brenz. Wir waren um 10:00 Uhr zu einer Führung durch das Steiff-Museum angemeldet. Es ist weit gefehlt, wer glaubt, daß der Besuch nur etwas für Kinder ist. Wir sind jedenfalls vom Gegenteil überzeugt worden. Was die heutige Technik alles auf die Beine stellen kann, ist schon erstaunlich. Ich möchte hier nur einige Highlights aufzählen: 2.000 m² animiertes Erlebnismuseum, größte Steiff-Schlangenrutsche der Welt, größter begehbarer Steiff-Streichelzoo, Schaufertigung von Steiff-Produkten u.v.m. Es finden in den Räumen das ganze Jahr an verschiedenen Tagen besondere Aktionen und Veranstaltungen für Groß und Klein statt.

Nach dieser Rückversetzung in die Kindheit unternahmen wir von Gerstetten nach Amstetten noch eine Fahrt mit der vielbesungenen „Schwäb‘schen Eisenbahne“. (Leider hatte die alte Dampflok an dem Tag ihre Ruhepause). Wir mußten mit einem Schienenbus vor lieb nehmen.

Am 5. Tag unserer Reise verließen wir die wunderhübsche Gegend und werden uns wohl noch lange an die gewonnenen Eindrücke positiv erinnern.

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